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Lega Nord is(s)t komplett deppert
Dienstag März 10th 2009, 23:49
Abgelegt unter: Meinung

Wie viel können 630 Leute essen? Gar nicht so wenig, besonders wenn das Leute vom Kaliber Berlusconi sind. Wieviel kostet dann also deren Essen? Sicher genug, um die italienische Wirtschaft vor der Weltwirtschaftskrise zu retten!

Maurizio Fugatti ist ein Politiker, wie ihn sich der Rest Europas eigentlich nur Wünschen kann. Er reagiert auf aktuelle Problematiken, mit kreativen und innovativen Ansätzen, die alles in Wohlgefallen auflösen werden, und gleichzeitig auch noch für die erstrebenswerten Ideale seiner weltoffenen Partei, der Lega Nord, stehen.

Von ihm stammt nämlich der Antrag im Parlament, dass die dortige Kantine nur noch italienische Produkte anbieten sollte, “vom Käse bis zum Schinken” legte sein Parteifreund Fabio Rainieri, passenderweise aus der Stadt Parma, noch einen drauf.

Und der dritte aus der netten Lega Nord, der Landwirtschaftsminister Luca Zaia, meinte sogar noch, dass die Abgeordneten nur gut arbeiten könnten, wenn sie italienisches Essen essen würde. Und da sind wir schon beim Thema: Gesunder Rassismus, ordentlicher Nationalismus und feinste Xenophobie.

Diese Essensattacke ist nämlich nur ein Fall einer längeren Reihe von Italienisierungsversuchen, denn er zu Weihnachten wollte Zaia “Fremdländische Früchte von heimischen Tischen” entfernen und startete eine Kampagne gegen Ananas, Papaia und Mango, die von den Italienern eigentlich kaum wahrgenommen wurde. Aber Da ist viel viel gefährliches Potential dahinter, denn die Lega Nord hält auch alle ihre Lokalpolitiker an, auf diesem Kurs mitzufahren, und dem Volk eine heimische, national-kulinarische Erziehung angedeihen zu lassen:

Die toskanische Stadt Lucca hat bereits Restaurants, deren “Aktivität auf andere Ethnien zurückzuführen ist”, innerhalb der Altstadtmauern verboten, und die gesamte Lombardei-Region entwirft gerade eine Vorschrift, die dies für alle dortigen Gemeinden und Städte vorsieht. Denn es ist eine “unfaire Konkurrenz”, wenn die “Araber” in ihren Kebabständen so lange arbeiten, so lautet zumindest die offizielle Argumentation.

Wär mir von diesen Fast-Faschisten nicht schlecht, würd hier “Mahlzeit” stehen…

(von Tobias Stadler)



bund freundlicher jugend (BFJ)
Dienstag März 10th 2009, 16:31
Abgelegt unter: Meinung

bfj

Wer mit offenen Augen durch unser schönes Wels geht hat sie sicherlich schon einmal bemerkt. Gemeint sind die gelben kleinen Aufkleber der braunen fundamentalistischen Jugend.

Auch bei uns in Wels gibt es, neben den Pfadfindern eine weitere Gruppierung junger hilfsbereiter und freundlicher Menschen. Ihm wird von uns WelserInnen leider viel zu wenig Aufmerksamkeit entgegengebracht. Die Kammeraden vom Bund Freiher Jugend wurden in letzter Zeit anscheinend so wenig beachtet, dass sie mit allen Mitteln versuchten zurück in die Medien und unsere Herzen zu gelangen. 

Nachdem sich keiner für ihre Gerichtsverhandlungen des letzten Jahres zu interresieren schien und auch die erhoffte Verurteilung, welche die gewünschte Publisity gebracht hätte, aus blieb, ging der BFJ in eine neue Offensive. Auf der Suche nach Aufmerksamkeit und Liebe soll er  sogar versucht haben, unseren welser Bürgermeister Peter Koits und den bösen Gunther Trübswasser, der üblen „Gesinnungsterror“ betrieben hatte, per Morddrohung auf sich aufmerksam zu machen. 

Auch wenn man nach ihrer Plakat und Aufkleber-Kampagne („Lasst unsere Kammeraden Frei“) vieleicht glauben mag, dass der Großteil unserer arischen Freunde im Hefen sitzt, sollte man nicht vergessen,  dass noch einig dümmliche Freunde von gerade diesen, lachend und pfeifend durch unsere schöne Stadt tänzeln um Wels mit den besagten Plakaten vollzupflastern.Am wichtigsten ist jedoch, dass wir nicht vergessen, dass diese armen, großteils haarlosen, jungen Männer im Grunde nichts anderes wollen als eine freundliche Umarmung und ein offenes Ohr. 

 

(von Leo Mayr)