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Der lange Streit um die Zukunft der Post gipfelt nun in der Schließung von 293 Postfilialen. Aber war das nicht vorhersehbar?
Viele Leute wundern sich, dass nach den Schließungen vor einigen Jahren erneut Postfilialen aufgelöst werden. Diese Folgen der Postprivatisierung, waren natürlich unvorhersehbar und kommen für alle von uns völlig überraschend.
Es liegt in der Natur des “freien” Marktes die Angestellten dem System unterzuordnen. Die Postmitarbeiter wurden zu einem Werkzeug ihres Betriebs, welches von diesem nach dem Gebrauch ohne Bedenken zurück in den Werkzeugkoffer der Arbeitslosigkeit gelegt werden kann.
Privatisierungen führen unweigerlich zu Entlassungen. Auch wenn es bis jetzt nicht zu solchen gekommen ist, werden die ersten Kündigungen im großen Stil nicht lange auf sich warten lassen. Um gewinnbringend arbeiten zu können muss man auch mit den Konsequenzen des Kapitalismus leben können.
Die Schuld für die jetztige Situation sollte man nicht beim Postmanagement, sondern bei den PolitikerInnen, die das bereits angeschlagene Postlämmchen dem unersättlichen Wolf des Kapitalismus zum Nachtmahl vorgesetzt haben. Die Postchefs können einzig dafür verantwortlich gemacht werden, dass sie für ein ausbeuterisches System arbeiten. Dieses System wurde allerdings nicht von ihnen eingeführt, sondern von PolitikerInnen, die wir ÖsterreicherInnen nicht daran gehindert haben.
Wer will kann die Schuld bei Anderen suchen. In Wirklichkeit ist der Poststreit von heute ein Resultat des Versagen sund der neoliberalen Einstellung der Gesellschaft.
(von Leo Mayr)

