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Schulstreik am 20. April!
Montag April 13th 2009, 16:16
Abgelegt unter: Demonstrationen

streik3

Schulstreik-Treffpunkt für Wels

20. April, Busbahnhof Wels

9.45 Uhr, danach fahren wir nach Linz

Am 20. April finden bundesweit in allen Landeshauptstädten Schulstreiks statt, so auch in Linz. Für Wels gibt es ein eigenes Bündnis, die “Bildungs-Initiative”, deren Homepage demnächst online gehen wird. Wenn Du mithelfen möchtest, schreibe uns das bitte unten in den Kommentaren und wir melden uns dann!

Die Forderungen lauten:
- Her mit der Bildungsmilliarde - Investition in den Bildungsbereich bedeutet Investition in die Zukunft, auch in Zeiten der Krise
- Wir fordern kleinere Klassen und mehr Lehrpersonal - Sowohl unbezahlte Mehrarbeit als auch Streichung von Reformen sind keine Lösungen
- Aufforderung an die LehrerInnen zu streiken - Und nicht nur davon zu sprechen

Wie leicht zu erkennen ist, wollen wir einen konstruktiven Gegenpol zur LehrerInnengewerkschaft bilden, was die jetzige Bildungsdebatte rund um die berüchtigten “2 Stunden” betrifft.

Genauere Information warum es sich lohnt, auf die Straße zu gehen finden sich hier:

Die Forderung nach zwei Stunden Mehrarbeit für das Lehrpersonal Österreichs von Bildungsministerin Claudia Schmied (SPÖ) rief zugleich die LehrerInnengewerkschaft auf den Plan. Da die Ministerin betonte, sie könne aufgrund ihres beschränkten Budgets ohne diese Maßnahme andere Reformen wie kleinere Klassen, mehr Tagesbetreuung, mehr Kleingruppenunterricht und weitere Verbesserungen nicht durchführen, war die eigentliche Nachricht klar: entweder es wird mehr gearbeitet oder die Bedienungen an den Schulen werden sich verschlechtern (oder bleiben gleich, allerdings macht dies nicht viel Unterscheid). Der PflichtschullehrerInnen-Gewerkschafter Walter Riegler (ÖVP) forderte sogleich die Abschaffung der Ganztagsbetreuung.

Das Budget des Bildungsministerium wurde zwar laut Ministerium leicht erhöht, allerdings wird es mehr als diese Finanzspritze benötigen, um den Holzweg verlassen zu können, der in den letzten Jahren im österreichischen Bildungssystem eingeschlagen wurde. Mit dem Hinweis auf die weltweite Wirtschaftskrise wird von Seiten des Finanzministers Josef Pröll (ÖVP) argumentiert, dass alle den Gürtel enger schnallen müssen und daher die Masse für die Fehler einzelner büßen müssen, die sich teilweise sogar noch jetzt bereichern. So problematisch sich Prölls Vorgabe auch anhören mag, vor allem im Bildungsbereich wirkt sie fatal: Wenn an der Bildung gespart wird, wird an der Zukunft gespart. Denn die SchülerInnen müssen die Gesellschaft von morgen tragen und brauchen daher das entsprechende Werkzeug. Die Vermögenssteuer und somit der Beitrag der Reichen wird von der Regierung aber abgelehnt, obwohl damit locker die Reformen zu bezahlen wären.

Die Bildungsinitiative soll ein möglichst breiter Zusammenschluss aus SchülerInnen, Lehrpersonen, Eltern und anderen solidarischen Personen werden, welche für Verbesserungen im Schulbereich eintreten ohne Standespolitik betreiben zu wollen. Dies bedeutet ein gemeinsames und solidarisches Eintreten für SchülerInnen und Lehrpersonen. Wenn die Bastion Schulsystem fällt, ist es nur eine Frage der Zeit bis andere Beschäftigungsbereiche Angriffe erfahren. Kein Berufstand kann sich sicher sein, als nächstes dazu verpflichtet zu werden zwei Stunden unbezahlt mehr zu arbeiten. Der Streik ist ein berechtigtes Mittel um unser aller Interessen durchzusetzen.



drucken wir unser geld selbst!
Sonntag April 12th 2009, 09:53
Abgelegt unter: Meinung

chiemgauer

Die Globalisierung bringt wie wir alle wissen auch negative Aspekte mit sich. Menschen werden ausgebeutet, Firmensitze in Niedriglohnländer verlegt und bestimmte Regionen bewusst arm gehalten.

Um diesen Schattenseiten der Globalisierung entgegenzuwirken, ist es notwendig Alternativen zum erbarmungslosen Kapitalismus, dessen wichtigstes Ziel es ist bestehenden Wohlstand zu vermehren, zu finden und in die Tat umzusetzen. Einige interessante Ansätze birgt das so genannte Regiogeld, das ein alternatives Tauschmittel darstellt. Regiogeld basiert auf der Idee der Solidarwirtschaft.

Eine Solidarwirtschaft ist ein ökonomisches System, in dessen Mittelpunkt der Mensch und die Befriedigung seiner Bedürfnisse steht. Sie steht für Gerechtigkeit, Toleranz, Demokratie und gegenseitige Unterstützung. Der Grundgedanke hinter dieser Idee sagt, dass sich die Ökonomie dem Menschen anpassen muss und nicht der Mensch der Ökonomie. Ein Mensch darf nicht im Dienst eines Systems stehen, dass Wohlstand, einiger weniger, um jeden Preis fordert. Die wichtigsten Ziele der Solidarwirtschaft, sind die Schaffung von Arbeitsplätzen, die Verbesserung der Lebensqualität und der Schaffung von Chancengleichheit.

Regiogeld existiert in Europa bereits seit 2001 und wird täglich beliebter. Es bietet die Möglichkeit, ganz nach dem Motto:” geh nicht fort kauf im Ort”, regionale märkte zu stärken, Arbeitsplätze zu sichern, oder sogar zu schaffen. Auch in Brasilien und in anderen Ländern Lateinamerikas existieren bereits “Banken” die Regionalgeld drucken und unter die Leute bringen. In Manchen Regionen hat dies zu einer massiven Senkung der Arbeitslosigkeit beigetragen und den Bewohnern mancher Dörfer die Möglichkeit gegeben sich aus ihrer Abhängigkeit von Großkonzernen und Exportunternehmen zu befreien.

Regiogeld ergänzen die bestehenden nationale Währung und versucht nicht sie zu ersetzen. Meist sind sie 1:1 konvertierbar. In Österreich existieren ebenfalls  Regionalwährungen wie zum Beispiel der ”Chiemgauer”, oder der Freilassinger “Sterntaler”.

Regionalgeld hat in Europa andere Vorteile als in Lateinamerika, ist jedoch eine interessante und ausbaufähige Idee. Auch wenn ich persönlich andere Alternativen zum Kapitalismus bevorzugen würde, halte ich Reginalwährungen für einen inovativen Einfall der Menschen in Entwicklungsländern hilft selbst und ohne Spenden von fettlaibigen Europäern, denen die kleinen “Negerkinder” so erbarmen, aus ihren prekären Lebensumständen zu befreien. 

 

(von Leo Mayr)