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Die Globalisierung bringt wie wir alle wissen auch negative Aspekte mit sich. Menschen werden ausgebeutet, Firmensitze in Niedriglohnländer verlegt und bestimmte Regionen bewusst arm gehalten.
Um diesen Schattenseiten der Globalisierung entgegenzuwirken, ist es notwendig Alternativen zum erbarmungslosen Kapitalismus, dessen wichtigstes Ziel es ist bestehenden Wohlstand zu vermehren, zu finden und in die Tat umzusetzen. Einige interessante Ansätze birgt das so genannte Regiogeld, das ein alternatives Tauschmittel darstellt. Regiogeld basiert auf der Idee der Solidarwirtschaft.
Eine Solidarwirtschaft ist ein ökonomisches System, in dessen Mittelpunkt der Mensch und die Befriedigung seiner Bedürfnisse steht. Sie steht für Gerechtigkeit, Toleranz, Demokratie und gegenseitige Unterstützung. Der Grundgedanke hinter dieser Idee sagt, dass sich die Ökonomie dem Menschen anpassen muss und nicht der Mensch der Ökonomie. Ein Mensch darf nicht im Dienst eines Systems stehen, dass Wohlstand, einiger weniger, um jeden Preis fordert. Die wichtigsten Ziele der Solidarwirtschaft, sind die Schaffung von Arbeitsplätzen, die Verbesserung der Lebensqualität und der Schaffung von Chancengleichheit.
Regiogeld existiert in Europa bereits seit 2001 und wird täglich beliebter. Es bietet die Möglichkeit, ganz nach dem Motto:” geh nicht fort kauf im Ort”, regionale märkte zu stärken, Arbeitsplätze zu sichern, oder sogar zu schaffen. Auch in Brasilien und in anderen Ländern Lateinamerikas existieren bereits “Banken” die Regionalgeld drucken und unter die Leute bringen. In Manchen Regionen hat dies zu einer massiven Senkung der Arbeitslosigkeit beigetragen und den Bewohnern mancher Dörfer die Möglichkeit gegeben sich aus ihrer Abhängigkeit von Großkonzernen und Exportunternehmen zu befreien.
Regiogeld ergänzen die bestehenden nationale Währung und versucht nicht sie zu ersetzen. Meist sind sie 1:1 konvertierbar. In Österreich existieren ebenfalls Regionalwährungen wie zum Beispiel der ”Chiemgauer”, oder der Freilassinger “Sterntaler”.
Regionalgeld hat in Europa andere Vorteile als in Lateinamerika, ist jedoch eine interessante und ausbaufähige Idee. Auch wenn ich persönlich andere Alternativen zum Kapitalismus bevorzugen würde, halte ich Reginalwährungen für einen inovativen Einfall der Menschen in Entwicklungsländern hilft selbst und ohne Spenden von fettlaibigen Europäern, denen die kleinen “Negerkinder” so erbarmen, aus ihren prekären Lebensumständen zu befreien.
(von Leo Mayr)


