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Sonntag Februar 15th 2009, 21:12
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o       Erste Schritte

§       Allgemein

Nach deiner Wahl zum/r SchülverInentreterIn solltest du dich zuerst einmal mit den wichtigsten Personen in und um der Schule in Verbindung setzen (die da wären: DirektorIn, AdministratorIn, LehrerInnenvertretung, Elternvertretung und natürlich die KlassensprecherInnen). Am einfachsten ist es ihnen kurz deine Projekte und Themen vorzustellen und sie bei der Gelegenheit gleich mal um ihre Unterstützung zu bitten. Auf diese Art und Weise findest du heraus wer dir in welchen Dingen behilflich sein kann. Weiters solltest du am Beginn deiner Tätigkeit folgende Schritte nicht vergessen. Sie erleichtern den Einstieg und können die Basis für viele gelungene Projekte und Veränderungen an deiner Schule sein.

Þ    Aus den gewählten 6 SchülervertreterInnen muß ein Team werden. Hier ist die Herausforderung für dich, dich dafür einzusetzen, daß jedes Teammitglied entsprechend seinen/Ihren Stärken und Inter­essen zum Einsatz kommt, und nicht nebeneinander oder gegenein­ander gearbeitet wird. Treffen, bei denen Informationen ausgetauscht und Ideen für Vorhaben diskutiert werden, sollten regelmäßig stattfinden.

Þ    Ein Rundgang durch alle Klassen, bei dem ihr euch vorstellt, sorgt dafür, daß euch alle SchülerInnen kennen. Das trägt dazu bei, daß sich SchülerInnen mit Problemen wirklich an euch wenden.

Þ    In Gespräch mit der/dem DirektorIn kann neben einer Vorstellung auch den Zweck erfüllen, sich gewisse Zusagen machen zu lassen

Þ    Mit der ersten KlassensprecherInnensitzung solltest du nicht zulange warten.

Þ    Lasst euch vom Schulsekretariat eine Klassenliste ausdrucken, damit ihr nicht den Überblick verliert. Im Optimalfall bekommt ihr auch eine Liste der KlassensprecherInnen - wenn nicht solltet ihr sie selbst erstellen.

Þ    Der Kommunikationsfluss zwischen den SchülerInnen und ihrer Vertretung muß gut durchdacht sein. Reserviert euch (falls es das noch nicht gibt) eine Anschlagtafel.

Þ    Klärt ab, wohin ihr Eure Post bekommt (Ihr müsst die Post ungeöffnet bekommen).

Þ    Sorgt dafür, dass ihr einen Internetzugang bekommt. Einige Aus­sendungen kommen mitlerweile nur noch per mail. Eine e-mail-Adresse bekommt ihr bei uns.

§       Arbeitsvoraussetzungen

Damit deine arbeit gut über die Bühne geht musst du dir die nötigen technischen Voraussetzungen schaffen (z.B.: in welchen Rahmen du kostenlos kopieren darfst und eine Seite auf der Schulhomepage). An manchen Schulen wird der SchülerInnenvertretung ein Raum zur Verfügung gestellt, wo Sprechstunden usw. abgehalten werden können.Falls dieser Raum nicht vorhanden ist lässt sich darüber mit manchen DirektorInnen durchaus diskutieren, wenn gerade Räume ungenutzt sind. Auf jeden Fall ein muss, ist ein „schwarzes Brett“ auf dem ihr die SchülerInnen am laufenden hält wie ihr mit eurer Arbeit vorankommt. Deine Post, die du reichlich bekommen wirst kannst du in den meisten Fällen im Sekretariat abholen. Trotzdem ist es klug vorher noch mal nachzufragen, damit es nicht zu Komplikationen kommt. Das Postgeheimnis gilt übrigens auch in der Schule. Also darf keiner, egal ob DirektorIn oder LehrerIn in deine Briefe hineinschauen, außer du zeigst diese freiwillig her.

§       KlassensprecherInnensitzung

KlassensprecherInnen sind das direkte Bindeglied zu den SchülerInnen also sind regelmäßige Sitzungen mit ihnen besonders wichtig. Ziel einer KlassensprecherInnensitzung ist in der Regel Projekte und Aktivitäten  gemeinsam zu planen. Um solche Sitzungen zu einem wirklich handelfähigen Gremium zu machen, solltest du versuchen dem ganzen einen persönlichen Rahmen zu geben. Daher ist es zum einen wichtig auf fragen der KlassensprecherInnen einzugehen und zum Anderen die Projekte wirklich gemeinsam mit den KlassensprecherInnen zu gestalten.

o       Who is who

§       DirektorInnen

DirektorInnen sind formell die wichtigsten Personen in der Schule. Dein Verhältnis zu ihnen sollte dementsprechend zumindest korrekt sein. Für viele Aktivitäten benötigst du leider die Zustimmung oder zumindest die Duldung der Schulleitung. Gerade was Sponsoring und andere Unterstützungen betrifft, können dir DirektorInnen normalerweise als Personen des öffentlichen Lebens einiges an Hilfe zukommen lassen. Das alles bedeutet aber nicht, dass du dich ihnen bedingungslos anpassen musst und nicht mit ihnen streiten darfst. Wichtig ist nur, dass du dich bei Streitigkeiten – beispielsweise um deine Kompetenzen und Möglichkeiten als SchülervertreterIn – sachlich korrekt verhältst und die jeweiligen gesetzlichen Regelungen im Hinterkopf hast. Wenn es etwa Probleme mit einzelnen ausfälligen Lehrpersonen gibt, hilft es dir sehr, genau zu wissen welche Sanktionsmaßnahmen erlaubt und welche verboten sind. Denn auch unangenehme Schulleitungen haben in ihrer Willkür eine Grenze, über die sie nicht hinausgehen können, wenn sie darauf hingewiesen werden: das Gesetz.

§       Die LehrerInnenvertretung

Die LehrerInnenvertretung hat im Grunde genommen die gleiche Aufgabe, wie du: sie wird in der Regel alle zwei Jahre vom Lehrkörper deiner Schule gewählt. Der große Unterschied besteht darin, dass LehrervertreterInnen das oft über Jahre hinweg machen und dementsprechend eingearbeitet sind und auch die Abläufe genau kennen. Wenn dir im Schulgemeinschaftsausschuss Dinge zu schnell gehen, brauchst du dich also nicht davor scheuen nachzufragen. Natürlich ist es wichtig bestens vorbereitet zu sein. Gerade weil von SchülervertreterInnen oft verlangt wird, sich erwachsen zu verhalten, um als gleichberechtigte/r PartnerIn akzeptiert zu werden, ist Sachlichkeit und Seriösität für dich gerade im Kontakt mit LehrerInnen- und auch mit ElternvertreterInnen von großer Bedeutung. LehrerInnen können für manche deiner Projekte die besten PartnerInnen, bei anderen die größten GegnerInnen sein, eine stichhaltige Argumentation deiner Vorschläge kann dir also oft gewaltig weiterhelfen.

§       Die Elternvertretung

Die Elternvertretung macht sich immer Sorgen um ihre Kinder. Für sie ist es zum einen wichtig, dass die SchülerInnen in der Schule auch wirklich etwas lernen, andererseits liegt ihnen aber auch das Wohlbefinden der SchülerInnen am Herzen. Sie laufen manchmal Gefahr überzogene Disziplinierungsmaßnahmen gut zu heißen, weil sie permanent vermittelt bekommen, wie furchtbar locker in den Schulen unterrichtet wird. Grundsätzlich sind sie aber immer daran interessiert die Schul- und die Unterrichtsqualität für Schülerinnen und Schüler zu verbessern. Wenn du ihnen immer aus der Position ihrer Kinder heraus vermittelst, welche Vor- und Nachteile der Schulalltag für sie hat, kannst du, gerade was Projekte zur Verbesserung der Schul- und Unterrichtsqualität betrifft, einiges erreichen.

§       SekretärInnen

SekretärInnen sind Informationsquellen, auf die du nicht verzichten kannst. Sie haben mit allen SchulpartnerInnen gleichzeitig zu tun und sind für dich wichtige Verbündete. Gerade bei Problemen mit LehrerInnen oder der Schulleitung können sie dir oft weiterhelfen, weil sie die handelnden Personen gut kennen. Auch für allerlei technische Dinge – Post, Kopien, Schneidemaschine etc. – kannst du ihre Hilfe brauchen, es gilt also: freundlich sein!

§       SchulwartInnen

Ähnliches wie für SekretärInnen gilt auch für SchulwartInnen, die gerade bei Veranstaltungen am Schulgelände oder in der Schule ganz wichtige Ansprechpersonen sein können.