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Sonntag Februar 15th 2009, 21:19
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o       Moderations Basics

Moderation bedeutet, in einer Gruppe die Aufgabe zu übernehmen, für den geordneten und zielgerichteten Ablauf einer Diskussion oder einer Planung zu sorgen.

Wichtig ist zunächst: wer moderiert, diskutiert nicht!

Das heißt wenn du (falls du ModeratorIn bist) zu etwas Stellung beziehen willst, solltest du die Moderation vorher an jemanden anderen abgeben (z.b: StellvertreterIn)

Dann wenn du außerhalb bzw. über der Diskussion stehst ist es leichter auf Endlosschleifen und Kreisgespräche hinzuweisen.

wichtig:

Worauf du besonders achten musst: in einer Gruppe kristallisieren sich schnell die heraus, die besonders gerne besonders viel reden und sich in den Mittelpunkt stellen. Deine Aufgabe ist es einerseits, diese eindeutig in die Schranken zu weisen und andererseits, die anderen dazu zu motivieren, aktiv an der Diskussion teilzunehmen. Je mehr Meinungen einfließen, desto wertvoller ist das Ergebnis eines Arbeitsprozesses in der Gruppe, das musst du klar vermitteln.

Für die Moderation mit Flipchart-Ständern eignen sich bunte Kärtchen („Metaplan“) besonders gut. Mit ihrer Hilfe kannst du z.B. Fragen zu verschie- denen Themen stellen, diedann von den anderen beantwortet werden, indem sie ihre Stichwörter auf die Karten schreiben: z.B.: „Was für ein gemeinsames Projekt können die KlassensprecherInnen gemeinsam mit der SchülerInnenvertretung starten?“. Die Metaplankärtchen werden dann auf dem Flipchartständer oder auf einer Pinnwand gesammelt. Der Sinn dieser anonymen Abfrage ist, dass sich nicht immer nur die Lautesten durchsetzen, sondern dass alle in irgendeiner Form dazu kommen, ihre Meinung kund zu tun, ohne ausgelacht zu werden.

Eine weitere Möglichkeit, Ideen zu sammeln, ist das Brainstorming. Wichtig beim Brainstormen ist, der Kreativität freien Lauf zu lassen. Jede Idee ist es wert, festgehalten und verwertet zu werden. Die Beiträge werden nicht sofort besprochen, sondern zuerst gesammelt (unbedingt aufschreiben).

VIER GRUNDREGELN EINES BRAINSTORMING

o       Kein Kritisieren fremder Gedanken

o       Freies und ungehemmtes Äußern von Gedanken, auch von außergewöhnlichen Ideen

o       Aufgreifen aller Ideen

o       Produzieren möglichst vieler Ideen (Quantität vor Qualität)

Ein hilfreiches Werkzeug - vor allem in hitzigen Diskussionen - ist eine RednerInnenliste (Wann darf wer reden). So vermeidest du chaotisches Durcheinanderschreien, und jede/r kommt zu Wort. Zusammenfassend bleibt zur Moderation zu sagen: sie ist die beste Möglichkeit, eine kontroverse, scheinbar endlose Diskussion zu Ende zu führen, indem sie wieder in sinnvolle Bahnen gelenkt wird. Und umso früher jemand moderiert, desto weniger wahrscheinlich wird ein komplettes Chaos. Deswegen unser Tipp: keine Diskussion von mehr als sechs Leuten ohne ModeratorIn.

o       Projektmanagement

Im Grunde ist alles was du als SchülerInnenvertreter machst eine Art Projekt. Ob Schulfest oder die Organisation eines Vortrages – die Schwierigkeiten und Herausforderungen sind oft die gleichen.

Die Phasen eines Projektes:

Analysephase

Stell folgende Überlegungen an: Welche Möglichkeiten habt ihr? Wie stark ist euer Team? Wo liegen eure Stärken, eure Schwächen?

Definitionsphase

Nachdem die Situation analysiert wurde, geht es darum, sich klare Ziele abzustecken. Klar formulierte Ziele sind entscheidend, denn wenn du weißt, was du erreichen willst, wirst du auch konsequenter bei der Umsetzung deiner Vorhaben sein. Dein Ziel sollte realistisch, aber trotzdem ambitioniert sein. Wenn das Ziel in ein oder zwei Sätzen niederschreibbar ist und sich alle über das Ziel einig sind, wurde ein wichtiger Schritt getan.

Planungsphase

Ein bewährtes Instrument für die Planung ist der so genannte Planungsraster. Er gibt eine Übersicht, wer für welche Tätigkeit verantwortlich ist, und bis wann diese geschehen muss.

was wer mit bis beachte
Flyer layouten Theresa Chris 4.5. A5, doppelseitig
Flyer drucken etc.

Umsetzungsphase

Das Wichtigste bei der eigentlichen Umsetzung ist die ständige Kontrolle, weil viele Aufgaben von der Erfüllung anderer, zeitlich vorgelagerter Aufgaben abhängen. Deshalb ist es wichtig, dass Verspätungen, Probleme oder Änderungen kommuniziert werden. Du solltest immer den Überblick behalten und regelmäßig in Kontakt mit den anderen treten.

Evaluationsphase

Diese Phase wird oft vergessen, zählt aber zu den wichtigsten. Wir lernen aus unseren Fehlern, also müssen wir uns dieser bewusst werden. Auf der anderen Seite ist es motivierend zu analysieren, warum das Projekt erfolgreich war.

Wichtige Punkte bei der Evaluation sind:

Endabrechnung der Finanzen, Zielerreichung und Problemanalyse.

o       Konflikmanagement

Bei Konflikten spielt es eine große Rolle zwischen wem sie ausgetragen werden.

SchülerIn-LehrerIn

Oft lassen sich auch Lösungen abseits von Disziplinarkonferenzen finden, wenn beide Streitparteien sich bereit erklären , den Konflikt miteinander statt gegeneinander auszutragen.

Wichtig ist zunächst einmal herauszufinden was genau der/die SchülerIn und LehrerIn will.

Dein Ziel bei der ganzen Sache ist es die Interessen der/des SchülerIn bestmöglich zu vertreten und zu vermitteln.

SchülerIn-SchülerIn

Hier kannst du die Funktion eines/einer Mediators/Mediatorin einnehmen.

Wichtig ist nur das du dich auf keine Seite schlägst und einen Kompromiss findest mit dem alle einverstanden sind.

Der Umgang mit Konflikten, Meinungsverschiedenheiten und oft auch Emotionen ist eine besondere Herausforderung. Hier gibt es kein Patentrezept, aber als Grundprinzipien können dir folgende Dinge helfen.

Immer an die Betroffenen wenden

Wenn z.B.: eine SchülerIn sich furchtbar über eine LehrerIn beschwert, solltet ihr zuerst das Gespräch mit ihr suchen, und nicht gleich die Schulleitung einschalten. Wenn es nicht anders geht, wird das der darauffolgende Schritt sein.

Immer alle Betroffenen ihre Sichtweise darlegen lassen

Bevor man eine Lehrkraft mit gegen sie geäußerten Vorwürfen konfrontiert, sollte man sie fragen, wie sie die Situation – und auch ihr eigenes Verhalten – sieht. Das verhindert ein völliges abblocken, und macht es möglich, unterschiedliche Sichtweisen klar auszuzeigen.

Nicht an der „Schuldfrage“ festklammern

Oft ist es nicht zielführend, ewig über den Hergang und die Schuld an einer Konfliktsituation zu sprechen. Die Fragen, welche Möglichkeiten zukünfitger Probleme bestehen, stehen im Vordergrund.

Rollen klären

Deine Rolle ist mehr als klar: du hast das gesetzlich festgeschriebene Recht, dich zu äußern und auch Beschwerden anzubringen. Wenn jemand das nicht glaubt (oder wahrhaben will) weise ihn/sie höflich aber selbstbewusst darauf hin.

Zielsetzungen klären

Bevor du dich in eine Konfliktsituation einschaltest, solltest du mit dem/der SchülerIn, die an dich herangetreten ist, genau abklären, worum es ihr/ihm geht, und wie dieses Ziel zu erreichen ist. Davon ausgehend kannst du deine Argumente, deinen Tonfall und deine Vorschläge ableiten.

o       Finanzen

Leider gibt es noch immer kein fixes und gesetzlich abgesichertes Budget für die Schülerinnenvertretung. Es ist jedoch möglich selbst Geld zu erwirtschaften; beispielsweise durch den Verkauf einer SchülerInnenzeitung oder der Organisation eines Schulfestes.

Ist dies bei euch der Fall, solltet ihr ein Konto (oder ein Sparbuch) einrichten (falls es das noch nicht gibt) auf das ihr gemeinsam zugreifen und das ihr verwalten könnt.

Mögliche andere Finanzquellen:

Das Schulbudget

Nur in wenigen Schulen ist es üblich, dass die SchülerInnenvertretung mit Geld aus dem Schulbudget ausgestattet wird. Das hängt zwar oft mit der Geldknappheit zusammen, mit der die Schulen leider ohnehin konfrontiert sind, eine höfliche Anfrage um Unterstützung des einen oder anderen Projektes kann aber nicht schaden.

Der Elternverein

Etwas zahlungskräftiger und bereitwilliger ist oft der Elternverein, der sich unter anderem aus Mitgliedsbeiträgen  finanziert, oft aber das so eingenommene Geld mangels Ideen gar nicht verbraucht. Ein guter Draht und innovative Ideen für Projekte finden beim Elternverein oft durchaus Unterstützung.

Die Abhaltung von Veranstaltungen

Unterschiedlichste Veranstaltungen können die Kasse der SchülerInnenvertretung rasch füllen. Sei es ein Fest, die Organisation eines Buffets, oder auch die Organisation einer Schulfoto-Aktion (mit Provisions-Einnahmen). Hier ist es wichtig, die sich bietende Gelegenheiten zu ergreifen und die Finanzen sorgfältig zu verwalten.

Sponsoring

Ein ebenfalls sehr offener Bereich, in dem fast alles möglich ist, ist das Sponsoring. Solltet ihr etwa eine SchülerInnenzeitung in eurer Schule herausgeben, ist es durchaus möglich, dass Firmen oder Lokale dort inserieren. Dafür könnt ihr selbstverständlich Geld verlangen.